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Asso99 German Open Bericht

Trapez

Rolf, Johannes und Levin fuhren Mittwoch-nachmittags los. Marcus stieß von Verl am Abend in Prien dazu.  Geplant war das Schiff am Abend zu übernehmen und zu säubern. Was wir nicht konnten, da die Regatta nicht auf einem Vereinsgelände stattfand, sondern auf einer Werft. Die Asso KV ist gleichzeitig Verein im DSV und kann deshalb auch Regatten selbst organisieren. Andreas Mulzer, der Vize der KV aus Bayern, hat die Organisation in die Hand genommen. Konnte Christoph Riess (SCHC) als Wettfahrtleiter gewinnen und hat uns die Asso GER 108 „Tante Berta“ organisiert. Bis eine Woche vorher war aufgrund der retstriktiven, bayrischen Coronaregularien unklar ob eine Veranstaltung dieser Größenordnung überhaupt durchführbar ist. Schlussendlich gab es aufgrund eines umfassenden und ausgeklügelten Hygienekonzeptes, das die KV zusammen mit dem bayrischen Gesundheitsministerium erarbeitete, die schriftliche Genehmigung vom Landratsamt.
Nach einem guten italienischen Abendessen bei dem wir die Planung durchgesprochen haben ging es am Donnerstag um 9:30 zur Stippelwerft. Rolf, Johannes und Levin wurden von Christoph mit einem Schlauchboot nach Schafwaschen gebracht wo wir die „Tante Berta in Schlepp nahmen, um um 10 Uhr den Krantermin wahrzunehmen. Leider konnten wir nur 30 Minuten den Kran nutzen, um „Tante Berta“ von Muscheln und Algen zu reinigen, da innerhalb von 5 Stunden 10 Assos zu kranen waren. Wir nutzen Holzbalken um die Muscheln zu entfernen, weil wir keine Spachteln hatten. Währenddessen war immer einer auf der Suche nach zwei Euro Stücken um den Hochdruckreiniger zu füttern. In der Zwischenzeit war Marcus mit seiner Frau Dorothea angekommen. Dann ging es mit dem Boot auf den Liegeplatz um es kennen zu lernen. Wie vom Wetterbericht angekündigt gab es keinen Wind aber Sonne.
Um 14 Uhr wurden Martin und Tim Seikel von Dorothea an einem Feldflugplatz abgeholt. Sie kamen mit einem kleinen Flugzeug von Jena. Flugzeug zwei Stunden, kaum teurer als mit der Bahn. Nun konnten wir die Formalitäten erledigen. Bekamen von der KV ein Multifunktionstuch mit Asso99 - Logo als Mundschutz, der am Gelände stets getragen werden musste. Wir unterschrieben drei Formulare und wurden gewogen. Crewgewicht war 497kg, 520kg sind erlaubt. Nun versuchten wir einen Probeschlag, der misslang da kein Wind.
Wir konnten uns aber mit dem Schiff vertraut machen und wussten grob wo was ist. Dann kam Levin auf die Idee alle Klemmen zu beschriften. Dann ging es wieder zum Italiener und danach in die Pension zum Übernachten.
Freitag: Erster Wettfahrt Tag: 10 Uhr Steuermannsbesprechung, die dann auf 11 verschoben wurde. Da vom Nachbarverein eine 14 footer Regatta stattfand, sollten wir östlich davon Segeln. Also segeln wir alle an den 14er vorbei, nur der Wettfahrtleiter blieb im Westen. Nachdem wir lange warteten, segelten wieder durch das 14er Feld zurück, da wir das Startschiff im Westen sahen. Nun gab es eine lange Wartezeit. Mit dem Ergebnis keine Wettfahrt. Während die 14er an diesem Tag drei Läufe hatten. Auf der Heimschlepp wurde uns von einem Schlauchboot ein halber Kasten Kaltenberger Bier übergeben. Dies stimmte uns etwas froher. Nach Frischmachen im Quartier ging es zu einem Fischrestaurant, wo ich einen Sauerbraten genoss.

Samstag: Auslaufbereitschaft 10 Uhr
Sonnenschein, eine Windstärke, 15°C. Wir machten die Genua klar und liefen aus. Beim Setzen des Großsegels fing der Wind an zu pendeln, kaum liefen wir nach Süden kamen Windstöße von 6 Bft und mit 25°C. Genua runter und das Großsegel wurde gefiert und trotzdem lagen wir auf der Backe! Von Luv her fielen der Reihe nach fast alle Yachten um wie die Dominosteine. Wir waren nur 150 Meter vom Leeufer weg und „Tante Berta“ hatte richtig Schlagseite; Groß runternehmen war eine Versuchung, aber dann wäre man nicht steuerfähig und so schnell die Fock setzen würde auch nicht klappen, also versuchten wir das Groß etwas dicht zu nehmen um Fahrt ins Schiff zu bekommen. Zum Glück war nach 10 Minuten der Spuk vorbei!
Nun kam ein Start, der nicht der Beste war, denn wir kamen von Steuerbord und waren nicht die Schnellsten. An der Luvtonne waren wir Vorletzter und verloren diesen Platz auch noch an der Ablauftonne.
Meine Vorliebe platt vor Lagen zur Leetonne zu segeln wurde belohnt, denn wir fuhren bei schwachem Wind den kürzesten Weg und vor uns blieben die Konkurrenten in den Windlöchern rechts und links liegen. Wir konnten eng an der Leetonne runden, weil einige Assos sich behinderten und nach Lee abtrieben!
Auf der Kreuz schafften wir uns auf Platz 3 mit großem Vorsprung, die beiden Ersten waren ca. 3-400 Meter weg.
Kurz vor der Luvtonne blieb der Wind weg und ich fragte die Crew, ob irgendwo die Flagge S zu sehen sei! Dann kam der Wind von hinten und die Verfolger kamen unter Spinnaker immer näher und wir konnten nichts tun. Ca 50 m von der Luvtonne weg bekamen wir nun auch den Wind von achtern und versuchten die Innenposition zuhalten und wurden an Steuerbord, also außen überholt. Nun merken wir das dort ein Boot mit der Flagge S. lag. Wurden noch Vierte und freuten uns über den geretteten Platz. In diesem ganzen Durcheinander fiel Heinrich von Bayern als erster an der Luvtonne auf den letzten Platz im Ziel zurück.

Nun meinte der bayerische Petrus er müsste uns zeigen wo der Hammer hängt, die Temperatur schwankte im Fünfminutentakt zwischen 15 und 25 Grad, dann wurde es kalt, der Föhn brach zusammen und der Wind drehte binnen Minuten auf stabile 6 Bft West. Nachdem wir mit Groß eine halbe Stunde hin und her segelten östlich der Herreninsel, kamen uns doch Bedenken ob wir und das Boot bei diesem Wind noch Freude hätten und beschlossen heim zu segeln. Nun merkten wir, dass das Groß im Achterliek einriss. Am Liegeplatz bei schönstem Wetter wurde das Großsegel überprüft und wir fanden viele Stellen mit Rissen.
Am Achterliek war zwischen zwei Latten der größte Riss. Beim Tapen fiel auf einmal Tim ein, daß das Flugzeug nicht gesichert war. Wir fuhren zu Dritt zum 8 KM entfernten Feldflughafen in Bad Endorf, fanden das Flugzeug unbeschädigt an seinem Platz und der Flughafenwart hatte schon Gewichte gebracht, die nun unter die Tragflächen geschoben wurden und an denen das Flugzeug mit Seilen befestigt wurde.

Auf der Rückfahrt entschlossen wir uns zum Chiemsee Yachtclub zufahren, weil wir dort einen guten Blick auf die Regattabahn hatten. Die 14 Footer hatten wegen zuviel Wind keinen Lauf gesegelt und wir konnten am Ostteil des Sees die Assos kämpfen sehen.
Einige befanden sich auf dem Rückweg und wir waren mit unserer Entscheidung aufzugeben zufrieden, da noch drei Assos aufgegeben hatten.

Am Abend gab es den Klassenvereinigungsabend im Hotel Luitpold am See wie immer mit Schweinebraten mit Knödeln und einer Mass Bier.

Im Anschluss traf sich die Klassenvereinigung zur jährlichen Mitgliederversammlung wo Andreas Mulzer und Alexnadra Carls Ihre Ämter tauschten und ich zum Kassenprüfer bestellt wurde.

Nun zum letzten Tag, laut Ausschreibung konnte bis um 16:00 gestartet werden, Wind 2-3 NO,
Unsere Starts waren gut, Linke Seite 100-150m dann Wende und mit zwei kleinen Holern ins vorderen Drittel. Meistens konnten wir an der Tonne uns unterwendend einen Platz gewinnen. Platt vor Lagen mit leichten Hang nach Steuerbord zur Leetonne, wobei wir unseren Platz verteidigen konnten, um an der nächsten Kreuz noch einen Platz zu gewinnen. Spannend wurde es immer an der Leetonne, wenn es ins Ziel ging. Es waren kaum 100 m die man Halbwinds mit Spinnaker noch segeln musste und es war jedesmal sehr knapp. Im ersten Lauf des Tages wurden wir 7. im Zweiten 4. und im letzten Lauf der Serie 3.. Wir waren sehr zufrieden mit uns und dem Boot, nichts ging kaputt, keine Verletzungen, SUPER. Nun gings unter Spinnaker zur Stippelwerft und wir machten Dampf und wurden Erste im Hafenrace. Johannes zückte sein Handy und wir machten tolle Aufnahmen bei Kaiserwetter.
Wir machten das Boot klar zum Kranen, und lagen vorm Kran ohne Stagen und mussten feststellen, es gab keinen Bootsanhänger, denn der war schon mit einer anderen Asso beladen. Wer befestigten den Mast wieder, räumten das Boot aus und kamen noch rechtzeitig zur Siegerehrung.
Gewinner wurde Heinrich von Bayern vor der Amzone und Luitpold von Bayern. Wir erreichten den 8. Platz und waren sehr glücklich und zufrieden, dies zu erreichen mit drei DNS von 12 Booten.
Marcus Frau Dorothea hatte zwischenzeitlich unsere Jenaer Crew zum Feldflugplatz gebracht, wo sie ohne Problem starten konnten (Sie hatten extra wenig Benzin an Bord, weil die Startbahn sehr kurz war und mussten deshalb unterwegs nachtanken). Wir packen unsere Autos voll und machten uns auf Heimfahrt. Marcus und Frau nach Gütersloh und ich mit Johannes und Levin via Darmstadt nach Koblenz. Die Autobahn war bis Irschenberg voll, doch ab da konnte ich meinem alten Mondeo laufen lassen und kam gegen Mitternacht zuhause an.

Vielen Dank an Andreas Mulzer und seine Helfer, sowie der KV und Mucki Koch für das Überlassen der „Tante Berta“.
Es war eine tolle Veranstaltung, trotz Covid19!

Asso99 German Open Chiemsee

Großsegel Reperatur. Das Achterliek war im oberen Drittel eingerissen
Auf der Heimfahrt, nachdem wir bei 6 Bft. aufgegeben haben. Das Großsegel fing an zu reissen.

IDM DYAS in Spandau 2020

An der Kreuz mit David Torben am Draht
Fürs erstemal auf der DYAS, eine tolle Leistung!
An der Leetonne oft Gedränge! Rechts Michael Weber mit Horst Rudorffer auf CHRISMICHDOCH.

Kieler Woche 2020 Hafen

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J/70 unterwegs

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